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Rund 270 Menschen aus etwa 40 Nationen arbeiten am IMP in Wien, gut 220 davon in der Forschung. Die Arbeitssprache ist Englisch. Untersucht wird hier, wie sich Chromosomen bei der Zellteilung verhalten, wie Gene an- und abgeschaltet werden und was Tumorzellen gegen Medikamente resistent macht. Das ist Grundlagenforschung, finanziert von einem Pharmaunternehmen, das den Gruppen die Themenwahl selbst überlässt.
Gegründet wurde das Institut 1985, damals als gemeinsames Projekt von Boehringer Ingelheim und Genentech. 1993 übernahm Boehringer Ingelheim sämtliche Anteile und trägt seither das Kernbudget. Rund 36 Millionen Euro jährlich stehen dafür zur Verfügung, verteilt auf 13 Forschungsgruppen (imp.ac.at, abgerufen am 10.08.2026). Was daraus entsteht, lässt sich nachlesen: 60 bis 90 Arbeiten pro Jahr in internationalen Fachzeitschriften, 26 ERC-Grants zwischen 2007 und 2024, und alle sieben Senior Group Leader sind EMBO-Mitglieder.
Das Haus steht am Vienna BioCenter in St. Marx, einem der größeren Life-Science-Standorte Europas. Über 3.000 Menschen aus 80 Ländern arbeiten dort, in unmittelbarer Nachbarschaft forschen unter anderem die Max Perutz Labs und das IMBA. Für den Arbeitsalltag heißt das kurze Wege zu Kolleginnen und Kollegen aus ganz anderen Fächern, ohne dass man das eigene Institut verlassen müsste: Mit 270 Leuten kennt man einander hier noch.
Die Wege ins Institut sind unterschiedlich lang. Studierende kommen über die Vienna BioCenter Summer School oder für eine Masterarbeit in eine der Gruppen, etwa in der Proteomik oder der Kryo-Elektronenmikroskopie. Doktorandinnen und Doktoranden bewerben sich über das internationale PhD-Programm des Vienna BioCenter, das zweimal im Jahr auswählt. Wer eine eigene Gruppe leiten will, bekommt am IMP eine vollständig unabhängige Position, vergleichbar einer Assistenzprofessur, samt eigener Ausstattung.
Nicht alle hier tragen Laborkittel. Etwa 50 Kolleginnen und Kollegen arbeiten in Verwaltung und Services, dazu kommen die Core Facilities wie die BioOptics-Mikroskopie, die allen Gruppen offensteht. Auch die IT sucht regelmäßig Verstärkung, zuletzt für Linux- und OpenShift-Anwendungen und für IT-Sicherheit.
Wer aus dem Ausland kommt, wird bei Visum und Steuerfragen unterstützt; das Institut ist Teil des Euraxess-Netzwerks. Für Führungskräfte gibt es ein einjähriges Leadership-Programm am Vienna BioCenter, bei persönlichen Themen eine kostenlose und anonyme externe Beratung, dazu einen Zuschuss zum Öffi-Ticket. Gehaltsbänder veröffentlicht das Institut nicht. Freitagabends steht die Social Hour im Kalender, und wer will, spielt im Amateur-Theaterclub mit oder probt im akademischen Orchester. Seit 2017 arbeitet das IMP in einem eigenen Neubau am Campus-Vienna-Biocenter.
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